Freitag, 04. April 2025
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Astrid-Lindgren-Grundschule: Eröffnung des Modularen Ergänzungsbaus

Schulbauoffensive Berlin

Der Modulare Ergänzungsbau in Holzbauweise (Holz-MEB) an der Astrid-Lindgren-Grundschule wurde am 27.9.2024 feierlich eröffnet.
In der Pressemitteilung vom 27.09.2024 wurde das Ereignis der Schlüsselübergabe beschrieben und von den administrativen Akteuren gewürdigt. Dazu wurde ein Foto veröffentlicht.

Eine Neuerung ist anzumerken: für das berlinweit 21. Holz-MEB, in Spandau zweites seiner Bauart, wurden die wichtigsten Baubeteiligten genannt:

  • für Planung und Bauleitung das Generalplanungsteam der ARGE HOMEB.
  • für Bau und Fertigstellung der Generalunternehmer Kaufmann Bausysteme.
  • Bedarfsträgerschaft durch die Senatsbildungsverwaltung und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.

Kommentar: Eingeschränkte Pressefreiheit beim Schulbau

Zur feierlichen Eröffnung sind weder Architekten, noch Bauleute, noch Lehrkräfte-Kollegiumn noch Schülerinnen und Schüler auf dem Foto zu sehen. Politik und Verwaltung begnügen sich gewissermaßen damit, sich selbst zu feiern!

Presse-Termine zu Bauprojekten, Grundsteinlegungen, Richtfesten und Inbetriebnahmen sind in ganz Berlin leider nicht mehr wirtschaftlich realisierbar!

Eine freie Presseberichterstattung mit Fotos, Videos und Interviews zum Thema Schulbau ist z.Zt. nicht finanzierbar, obwohl das Land Berlin Milliardenbeträge im Schulbau investiert – und beteiligte Unternehme Gewinne verzeichnen. Auch eine Schüler-Berichterstattung aus Schüler-Perspektive ist auch nicht finanzierbar, obwohl es leicht möglich wäre.

Der systemische Missstand in der Berliner Smart-City-Strategie wird hier offen benannt, um Veränderungen anzustoßen. Eine Pressefinanzierung über externe Anzeigensysteme mit Targeting und Click-Funnels ist derzeit nicht möglich, ohne den Jugendschutz und andere legale Ziele zu verletzen. Zudem reicht die politische Spaltung der Gesellschaft bis in die Leserschaft hinein und belastet allseits wirtschaftliche Tragfähigkeiten.

Haben Politik. Planer und Wirtschaft vielleicht auch eine Verantwortung, Pressefinanzierung zu sichern?

Eine Demokratie ohne tragfähige Pressefinanzierung kann sich informell nicht konstituieren. Enkulturation, interkulturelle Integration und Bildung können ohne eine inklusive öffentliches Medienebene auch nicht wirken. Das Wertesystem des Grundgesetzes aus Bürgerrechten, Entfaltungsfreiheiten und wirtschaftlicher Entfaltung und Informationsfreiheit ist in Berlin „informell, medial und digital deformiert.“ — Inklusion ist systemisch verhindert.

Die immensen Folgekosten für die Stadtgesellschaft und die Demokratie sind noch kaum absehbar. Die Kosten allerdings sind ermittelt: 2 €/Einwohner/Jahr fehlen, um 3-4 Lokaljournalisten je 100.000 Einwohner zu beschäftigen! — Solange das Geld in PR-Agenturen, staatlichen Programmen, Social Media und in sog. digitaler Blindleistung** steckenbleibt, bleiben nur Leistungspreise*, um mit den Plattformökonomien mitzuhalten!

Michael Springer, Herausgeber

*) kommunalpolitisch dauerbeobachtende Lokalredakteure kosten zur Zeit 158,40 Euro pro aktiver
Redaktionsstunde.
** digitale Blindleistung: bezahlte digitale Leistungen die niemand sieht, die geblockt werden, die
fehlerhaft, unlauter, oder im Übermaß ausgespielt und abgerechnet werden (< 400 €/E/Jahr).